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Sanierung des Sparzer Kreuzweges

Zum 50-jährigen Gründungsjubiläum haben die Mitglieder des Lions Club Traunstein die Restaurierung des Kreuzweges nach Sparz als Jubiläumsprojekt beschlossen. Sowohl die 14 Stationskapellen als auch die Bilder sollen dann im neuen Glanz erstrahlen.
Der Kreuzweg wurde 1896 vom damaligen Stadtpfarrer Heinrich Meixner gestiftet . Die Stationskapellen entwarf und schuf der Traunsteiner Steinmetz Kassian Weinmann. Sie wurden von Max Fürst auf Kupferblech im Nazarenerstil der Führich-Kreuzwege gemalt.
 Die Kreuzwegstationen befinden sich auf dem Weg zur Kapelle St. Salvator und Joseph, die 1712-16 erbaut und um 1823 verlängert und um einen Westturm ergänzt wurde.
Am 13. September 1896 wurde der Kreuzweg von Pater Fidelis Walter, Minoritensuperior vom Kloster Maria Eck, feierlich eingeweiht.
Im Jahre 1959 hat unser 2013 verstorbener Lionsfreund Ernst Rappel alle Bilder erneuert. Unter der Ägide des Fördervereins Alt-Traunstein wurden 1986 alle 14 Stationen restauriert. Mit der künstlerischen Gestaltung wurde abermals Ernst Rappel betraut.
Darüber hinaus hat Ernst Rappel durch sein künstlerisches Schaffen als akademischer Maler und Bildhauer über 40 Jahre unsere Region mit gestaltet. Zu Ehren des in Traunstein geborenen und unvergessenen Künstlers ist der bisher namenlose Kreuzweg nach ihm in „Ernst-Rappel-Weg“ benannt worden.





(nach einem Gemälde von W. Niederberger



Lions Club setzte sich für Gedenken an Chiemgauer Künstler ein

Kreuzweg  als"Ernst-Rappel-Weg" eingeweiht

Der Kreuzweg nach Sparz trägt jetzt den Namen „Ernst-Rappel-Weg“. Nachdem der Traunsteiner Stadtrat auf Anregung des Lions Clubs Traunstein die Namensgebung beschlossen hatte, enthüllten jetzt Annemarie Rappel und Lions-Präsident Wolfgang Stark die Namensschilder.


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Anlass war die Segnung der Kreuzwegtafeln, die der Lions Club Traunstein anlässlich seines 50. Jubiläums mit Hilfe einiger Sponsoren hatte renovieren lassen, durch Dekan Georg Lindl.
 Zuvor hatte der Stadtpfarrer in der Sparzer Kapelle mit den Festgästen eine von der Bläsergruppe Schillinger musikalisch umrahmte Maiandacht gehalten. Der Salzmayr Johann Mauerberger hatte im Gut Sparz 1659 eine hölzerne Kapelle errichten lassen. 1716 wurde sie durch den heutigen Steinbau ersetzt.
An besonderen Geburtstagen verhalte es sich bei den Lions anders. Sie wollten nicht beschenkt werden, sondern sie wollten selbst Freude bereiten, erklärte Lions-Präsident Stark. Anlässlich seines 25. Jubiläums habe der Lions Club der Stadt Traunstein den Rupertusbrunnen auf dem Maxplatz zum Geschenk gemacht. Vor zwei Jahren habe sich die Frage gestellt: Was machen wir zum 50-jährigen Bestehen?
Einen entsprechenden Hinweis auf den Kreuzweg Sparz habe er von Richard Kraft, dem Vorsitzenden des Fördervereins Alt-Traunstein, bekommen, der den Kreuzweg 1986 hatte restaurieren lassen. „Bestärkt wurden wir bei der Wahl dieses Projekts zudem dadurch, dass unser Lions-Mitglied Ernst Rappel als akademischer Maler und Bildhauer die Bilder des Kreuzwegs 1959 und 1986 restauriert hatte, so dass damit auch bei unseren Clubmitgliedern eine starke Affinität zum Kreuzweg Sparz hergestellt werden konnte“, so Stark.
Nach dem positiven Clubvotum, der Zustimmung seitens Dekan Lindl und der Stadt, umfangreichen Besichtigungen und Gesprächen mit dem Landesamt für Denkmalpflege sowie der Gewinnung der Traunsteiner Steinmetzfirma Weinmann und von Kirchenmaler Michael Stein aus Inzell sei das Vorhaben nach eineinhalb Jahren vollendet worden. „Die Mitglieder des Lions Clubs Traunstein freuen sich über die gelungene Arbeit sehr. Es ist ein Beitrag zum Erhalt von Kulturdenkmälern in Traunstein und wir ehren mit der Namensgebung für den Kreuzweg einen bedeutenden Künstler unserer Region", erklärte Stark.
Zur Namensgebung „Ernst-Rappel-Weg“ meinte der Lions-Präsident, Rappel habe nicht nur den Kreuzweg zweimal restauriert, sondern der akademische Maler und Bildhauer habe mehr als 40 Jahre viele Orte des Chiemgaus mit seinen Bildern und Plastiken geprägt und damit unserer Heimat gewissermaßen ein künstlerisches Gesicht gegeben. Zahlreiche Arbeiten in und an Kirchen, Ämtern, Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten und Privathäusern hätten Rappel zu einem der anerkanntesten und renommiertesten Künstler in der Gegend werden lassen.
„Besonders wir Traunsteiner dürfen stolz darauf sein, dass er unser Stadtbild künstlerisch wesentlich mitgeprägt hat“, so Stark, der dies an einigen Beispielen deutlich machte. Rappel wäre am 19. Mai 92 Jahre alt geworden. Am 18. Januar 2013 sei er verstorben. Im Vorfeld der Restaurierungsarbeiten habe er sich aber noch mit dem Kirchenmaler Michael Stein über seine damaligen Arbeiten ausgetauscht. Er habe sich sehr darüber gefreut, dass sein Lions Club die Restaurierung für das 50. Gründungsjubiläum ausgewählt habe.
Oberbürgermeister Manfred Kösterke erinnerte daran, dass der Kreuzweg 1896 von Stadtpfarrer Heinrich Meixner gestiftet worden sei. Die Stationsbilder in den Kapellen stammten von den Traunsteiner Maler und Heimatforscher Max Fürst. Rappel habe die Bilder zweimal erneuert. Für ein drittes Mal habe sein früher Tod einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Die Stadt Traunstein konnte ihm ein Denkmal setzen, indem sie den Kreuzweg nach Sparz nach ihm benannte.“
 Wochenblatt 23.05.2014 bjr.